Übungsleiter | Kindeswohl | Geschäftsstelle | Vereinsleben | Mitgliedschaft | Vorstand | Funktionen im TVL | Freunde und Förderer | Service | Anfahrt | Lorsbach 
Outdoor / Triathlon
23.08.11 18:31 Alter: 6 yrs

Ironman 70.3 lässt den Kurpark rocken

Wiesbaden-Triathlon mit TVL Starter


Gleich gibt es was zu trinken und eine Dusche: Winfried freut sich beim Ironman 70.3, dass der „härteste halbe Tag“ (Werbespruch des Veranstalters) bald vorbei ist

Siebzigpunktdrei – hinter der kryptischen Ziffer-/Zeichenkombination verbirgt sich ein Triathlon, der auch Freizeitathleten die Möglichkeit gibt einen „Ironman“ zu absolvieren, ohne sich Sorgen machen zu müssen, ob das Ziel noch bei Tageslicht zu erreichen ist.Die „70.3“ beziehen sich auf die Gesamtstrecke von 70,3 Meilen, was ebenso wie die vielen Amerikanismen beim Wettkampf wie „Athlete‘s Garden, „Referees“ oder „Race-Office“ den US-Wurzeln des Veranstalters geschuldet ist.  Dennoch muss keiner der Teilnehmer auf der Strecke umrechnen. Hier finden sich nur Kilometerangaben.

Ob Meilen oder Kilometer – für Winfried Peters vom TVL war der Start in der Altersklasse „Male 50-54“ bei der vierten Auflage des Wettkampfs am 18. August in Wiesbaden eine willkommene Gelegenheit, die Erfahrungen aus der ersten Austragung dieses Mitteldistanzwettkampfs im  Jahr 2007 mit dem jetzigen Leistungsniveau  zu vergleichen. Fazit: Der Lorsbacher brauchte zwar für die 113 Kilometer im Wasser, auf zwei Rädern und in Laufschuhen mit 6:23 Stunden acht Minuten länger als bei der Prämieren-Veranstaltung vier Jahre zuvor, war aber dennoch sehr zufrieden.

Vor allem freute ihn, dass er den 1.900 Meter langen Schwimmkurs in 41 Minuten und damit eine Minute schneller absolvierte. Die Verbesserung führte der Ausdauersportler auf das seit dem vergangenen Winter angebotene Training bei Schwimm-Coach Angelo mittwochs in der Rhein-Main Therme zurück. „Wichtig für mich war, locker zu bleiben und bei der Zickzack-Strecke im Raunheimer Waldsee immer die Orientierung zu behalten.“

Beim Wechsel aufs Rad wäre etwas weniger Lockerheit und ein bisschen mehr Tempo sicher nicht schädlich gewesen, denn Winfried gönnte sich über sechs Minuten für das Abstreifen der Gummihaut und die Auswahl der richtigen Fahrradausrüstung. Nur zum Vergleich: Bei den Profis liegt der Wert bei gut zwei Minuten. Dann aber die wilde Hatz über 90 Kilometer und 1.450  Taunus-Höhenmeter bis zum Ziel vor dem Wiesbadener Kurhaus. Als „ganz großes Kino“ erlebte der Lorsbacher die  Auftritte der Helfer an Verpflegungsstellen, die an zwei Steigungen mit „Wasser-wasser-wasser“-, „Iso-iso-iso“- und „Cola-cola-cola“-Rufen die Durstigen erfreuten und die Ermatteten mit Gels, „Power-Bananen“ und anderen legalen Aufputschmitteln über den Berg brachten. „Überhaupt, die Helfer, 1.500 an der Zahl, von der Polizeistreife auf der Kreuzung über den älteren Herrn aus der Kirchengemeinde, der den Fahrradstellplatz anweist bis zu den Cheerleadern im Ziel, haben an diesem Tag jeder für sich eine ganz spezielle Höchstleistung vollbracht. Das war eine Luxus-Betreuung“, meint Winfried, der sich seine gute Laune auch nicht durch einen Raddefekt und eine mehrminütige Zwangspause verderben ließ.

Wechsel zwei ging dann nach der in 3:38 Stunden absolvierten Berg- und Talfahrt mit weniger als zwei Minuten recht flott über die Bühne. Beim abschließenden Halbmarathon in vier Runden durch den Wiesbadener Kurpark feuerten Tausende von Besuchern – darunter auch einige Lorsbacher – die erhitzten Triathleten an. Temperaturen um 25 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit bremsten bei vielen den Vorwärtsdrang doch sehr deutlich. Auch Winfried hatte das Gefühl „gegen eine feuchte Wand“ zu laufen, war mit seinen 1:54 Stunden für die letzten 21 Kilometer aber gleich schnell wie 2007 und damit im Rahmen seiner Erwartungen. Dazu beigetragen hat sicher jener Helfer an Verpflegungsstelle 2, der dem müden Läufer bei jeder Runde mit frenetischen „Lorsbach-Lorsbach“-Rufen immer wieder Leistungsreserven entlockte.

Auf den „Finisher“ wartete im Ziel die Belohnung in Form von Salzstangen, Brezeln, Nudelgerichten, Kaltgetränken, T-Shirt, Medaille, Massage und Merchandising - also allem, was sich mit „Ironman“ bedrucken lässt. Besonders reizvoll aber: die Aussicht auf einen entspannten Nachmittag auf heimischen Sitz- und Liegemöbeln.






 Impressum | Kontakt | Sitemap