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Triathlon / Laufen
8.07.13 09:33 Alter: 5 yrs

Fix und Finish

TVL Team beim Ironman Frankfurt 2013


04:45 Uhr in Lorsbach

Langener Waldsee kurz vor dem Start

Klaus - Das Schwimmen ist Geschichte

Winni - Ab auf's Rad

Lachen geht auch noch auf der Laufstrecke

Ohne Fans geht nichts

Winni - Das schaut guat aus!

Geschafft - Der Frankfurter Römer

strahlender Finisher

Der längste Tag ist vorüber

Wenn die Sonne frühmorgens über dem Langener Waldsee aufgeht, ist es nicht mehr weit bis Hawaii. Für Atmosphäre sorgen tausende Menschen, die den Strand säumen und sich von schwarzen Neopren-Figuren mit roten Kappen verabschieden wie für eine sehr lange Reise. Aus den Boxen wummern tiefe Bässe, ein Ansager drängt zur Eile: „Noch zehn Minuten bis zum Start“. Was im Sportjournalismus mit der Floskel „Gänsehaut pur“ umschrieben wird, konnten Klaus und Winfried bei der Ironman Europameisterschaft 2013 live erleben. Mittendrin unter den Gummimännern.

Die Erfahrung der „langen Reise“ machten beide auf unterschiedliche Art: Während Klaus schon nach einer guten Stunde dem grünlichen Wasser des Sees entstieg, um die Langener Sanddüne Richtung Wechselzone hochzuspringen, kämpfte Winfried noch mit den Widrigkeiten des feuchten Elements: Unkoordiniert um sich schlagende und kräftig Tritte austeilende Mitstreiter, eine nach einem Volltreffer aufs Auge verrutschte Schwimmbrille und  die Erkenntnis, dass Langener Seewasser kein Trinkwasser ist, bremsten den Vorwärtsdrang und machten vor dem Wechsel aufs Rad einen zusätzlichen Besuch bei „Dixi“ erforderlich.

Anders die zweite Disziplin. Stahlblauer Himmel, Fernsicht bis hinter den Horizont und auch in den kleinsten Wetterau-Dörfern fröhliche Partystimmung, machten das Radeln zum Vergnügen. Wann hat man das schon mal: Abgesehen von den strengen „Race-Marshalls“ auf ihren Motorrädern ganz ohne motorisierte Konkurrenz dahinrauschen zu können und nur das Sirren von Reifen und Kette zu hören. Besonders euphorisierend ist die Einfahrt nach Frankfurt nach zwei absolvierten 90-Kilometer-Runden. wenn es mit Schwung vorbei an stehenden Autokolonnen die Friedberger Landstraße hinab Richtung Innenstadt geht.

Der Übung dritter und letzter Teil stand unter der Überschrift „Hitzeschlacht“. So viel Wasser konnte man gar nicht über sich schütten, wie der Körper nach Abkühlung verlangte. Gut, dass neben Getränken auch Eiswürfel gereicht wurden. Die TVL-Triathleten konnten sich aber bei jeder Runde gleich mehrfach über die fulminante Unterstützung der an die Strecke gereisten Fans erfreuen. Ein sensationeller Einsatz, der mit ständigen Ortswechsel und permanentem Aufmuntern, Ratschenklappern und Kuhglockenbimmeln ebenfalls in die Abteilung Ausdauersport fällt. Da ließen sich auch die unvermeidlichen Hänger überstehen. Und nach jeweils vier Mainschleifen und dutzenden Wasserbechern konnten beide Lorsbacher endlich in den Hexenkessel des Römerbergs einbiegen. Dort wird jeder „Finisher“ mit tosendem Applaus und lautstarker Anfeuerung gefeiert. Medaille, Händedruck vom Sportdirektor, Erinnerungsfoto, Dusche, Rad-Checkout, Abholung der Wechselbeutel – wer glaubt, nach dem Wettkampf ist Schluss, der täuscht sich. Es geht immer noch ein bisschen weiter, bis man wirklich nur noch eins im Sinn hat: Hinlegen. (Klaus Lochhas: 12:07:44, Winfried Peters: 12:11:45) 






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