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Outdoor / Triathlon
13.08.13 18:04 Alter: 4 yrs

Noch’n Man


Ein Hauch von Kailua-Kona lässt sich jetzt auch an den Ufern der Lahn spüren.  Die Rede ist vom Weilburgman, dem in diesem Jahr erstmals ausgetragenen Triathlon über 1,9 Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und einem abschließenden Halbmarathon. Bei angenehmen 25 Grad und blauem Himmel zeigte sich die Residenzstadt den rund 500 Premierenteilnehmern von ihrer Schokoladenseite und ließ erst gar keinen Unmut über die hier und da vielleicht noch nicht ganz so routinierte Organisation aufkommen. Winfried Peters, der vom TVL als Testteilnehmer abgesandt war, konnte sich schon beim frühmorgendlichen Einchecken mit Fahrrad, Schwimmbrille und Laufschuhen über eine freundlich-entspannte Atmosphäre freuen. Nur mit der Startnummer 3 hatte ihm der Veranstalter keinen Gefallen getan, musste sich der Favorit wider Willen doch Fragen nach Leistungsvermögen und voraussichtlicher Platzierung gefallen lassen. Wenn es danach geht, wäre Nummer 140 besser gewesen.

Aber das Erlebnis war ohnehin wichtiger als das Ergebnis. Reizvoll schmiegt sich die Lahn  in einer schönen Kurve an den Hügel, auf dessen Kuppe das Schloss derer zu Nassau-Weilburg thront. In ihren grünlichen Fluten durften die Weilburgmänner und -frauen neoprengeschützt die Auftaktdisziplin absolvieren. Nach dem üblichen Gedränge beim Start fand auch Winfried seinen Rhythmus und im doch recht schmalen Flüsschen auch den direkten Weg zu Wendepunkt und Zielausstieg. Ein wundervolles Dahinkraulen unter Brücken und überhängendem Astwerk, hier und da angespornt von verdutzten Weilburgern, die ihr Gewässer im Sommer von roten Kanus bevölkert kennen. Rote Badekappen war neu.

Nach 40 Minuten ging es auf die Radstrecke, die nach einer engen Anfahrt aus der Stadt hinaus Richtung Weiltal und in drei Schleifen durch die hügelige Taunuslandschaft führte. Die Sonne lachte genauso wie Streckenposten und selbst dienstschiebende Ordnungshüter. Ein perfekter Tag. Nicht überall allerdings war die Strecke für den Verkehr gesperrt, so dass Triathleten auch an anderen Sportarten wie Oldtimerrallyes oder E-Bike-Touren teilhaben durften.

Das tat dem freudvollen Pedalieren jedoch keinen Abbruch, so dass der TVL Dreikämpfer guten Mutes auf die laufend zu absolvierenden abschließenden 21 Kilometer gehen konnte. Gnädig von Wald beschattet verläuft die Wendepunktstrecke mit kaum spürbaren Anstiegen drei Mal hin und her über den Weiltalrad- und wanderweg. Der Höhepunkt ist dann der Zieleinlauf. Der liegt nämlich auf besagtem Schlossberg hoch droben über dem Tal. Also auf den letzten Paarhundertmetern die wenigen verbliebenen Körnchen Energie einsammeln und die Kopfsteinpflaster-Rampe hochschluffen. Bella Figura ist jetzt schwierig, aber eigentlich zwingend geboten. Schließlich hat sich genau hier die größte Zuschauerschar versammelt. Im Ziel dann wieder ganz viele fröhliche Helfer, freiwillige Feuerwehrleute, DLRGler, Alkoholfreies von Krombacher, Obst und Kuchenbuffet vom Hotel Krone und außerdem Poloshirt, Medaille und – ja hier ist wieder der Spirit des namenspendenden großen Bruders aller Triathlonwettkämpfe zu spüren – ein Blumenkranz, dem erschöpften Finisher von strahlenden Botschafterinnen des Weilburgman um den Hals gehängt. Aloha. (S:  40:05, R: 2:26:14, 1:52:17, Gesamt: 5:03:47)

 

 

 






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