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Outdoor / Triathlon
20.12.13 15:18 Alter: 4 yrs
Von: Winfried Peters

Rheinschwimmen, eiskalt

Klaus und Winni beim DLRG Nikolausschwimmen in Wiesbaden-Biebrich


Klaus & Winni

Sie hätten gewarnt sein müssen. Mit ihren auf zügiges Schwimmen in 20 Grad warmem Wasser ausgelegten Neoprenanzügen waren sie im Kreis der Profi-Taucher und DLRGler beim Biebricher Nikolaus-Stromschwimmen im Rhein deutlich underdressed. Beim Umziehen in einer Biebricher Schule staunten die beiden TVLer Klaus Lochhas und Winfried Peters nicht schlecht, was ihre Mitstreiter an wasser- und kälteabweisender Ausrüstung aufzubieten hatten, die offenbar überwiegend für längere Arbeitseinsätze in kalten Gewässern ausgelegt war.

Die interessierten Blicke und staunenden Kommentare („das sieht aber dünn aus…“) der erfahrenen Rheinschwimmer in Richtung der Lorsbacher waren jedenfalls wenig motivierend, tatsächlich näheren Kontakt mit dem fließenden Gewässer zu suchen. Da sich auch der Einstieg am Biebricher Anleger der Köln-Düsseldorfer Schifffahrt bei fünf Grad Außentemperatur und leichtem Wind hinzog, waren die beiden TVL-Triathleten kurzzeitig geneigt, die Aktion noch einmal grundsätzlich zu überdenken.

Was ihnen da entgangen wäre? Drei Kilometer winterlicher Schwimmspaß mit fantastischen Aussichten. Auf der einen Seite die imposante Fassade des Biebricher Schlosses, gegenüber die Rheininsel Rettbergaue. Die Szene erleuchtet im milden Glanz einer fahlen Wintersonne. Immer dabei: ein rotes DLRG-Boot mit einer vertrauenerweckenden Zwei-Mann-Besatzung.

Mit dem „Schwimmen“ allerdings war es nicht weit her. Gesichtskontakt mit dem winterfrischen Rheinwasser wurde mit einem unerfreulichen Gefühl von Kältestarre bestraft. Und so hielten sich die beiden Nikolausschwimm-Novizen an Lagen, bei denen man zumindest einen Teil des Körpers über der Wasseroberfläche hält: Winni bevorzugte die Rücken-, Klaus die Brustlage. Ein Nebeneffekt des Frischeerlebnisses: Beide hatten es eilig, die drei Kilometer bis zum Schiersteiner Hafen hinter sich zu bringen. Dort warteten sie eine ganze Weile schlotternd und mit warmem Tee aufgemuntert, bis sich die besser gegen die Kälte isolierten Mitschwimmer am Ziel eingefunden hatten.

Zwischenzeitliche Zweifel, ob die Aktion wirklich eine gute Idee war, verflogen anschließend im gut geheizten Schulungsraum der Biebricher DLRG bei einer feinen Kartoffelsuppe und Adventsgebäck. Und 2014? Wenn, dann mit zwei Lagen Neopren.






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