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Outdoor / Triathlon
20.08.15 14:32 Alter: 2 yrs
Von: Stefan Theilig

Sebastian Kienle, Marius Overdick und Faris Al-Sultan

Starke Leistung beim Allgäu-Triathlon


Raus aus dem Alpsee - Marius Overdick auf dem Weg zu seinem Fahrrad

Marius Overdick in der Wechselzone - hier zählt es schnell auf die Radstrecke zu kommen

Hawaii-Champion Faris Al-Sultan (links), mit Söhnchen auf dem Arm, hadert auch im Ziel noch damit, dass die Jüngeren ihn jetzt überholen und er auf Marius nicht mehr aufschließen konnte

Der Lorsbacher Triathlet Marius Overdick ist im Spitzensport angekommen. Die Wiege seiner Erfolgskarriere steht im TV Lorsbach. Mittlerweile startet er in der Triathlon-Bundesliga für den TuS Griesheim und ist vorne dabei, wenn die Großen der Szene sich im Wettkampf messen. So wie am vergangenen Wochenende beim Allgäu- Triathlon. Doch lest selbst ......

 

Ein Temperatursturz von zwanzig Grad und Dauerregen waren nicht die optimalen Wettkampfbedingungen, die sich Marius Overdick für seinen Start beim traditionsreichen Allgäu Triathlon gewünscht hatte. Die Kult-Veranstaltung am Alpsee zieht seit 1983 die Triathlonverrückten aus nah und fern an und zählt zu den ersten offiziellen Wettkämpfen die in Deutschland in dieser Sportart ausgetragen wurden.
 
In diesem Jahr hatten sich auf der Olympischen Distanz auch drei Hawaii Champions in die 600 Teilnehmer starke Starterliste eingetragen. Trotz des prominenten Teilnehmerfeldes mit Faris Al-Sultan, Thomas Hellriegel und dem amtierenden Ironman Hawaii-Champion Sebastian Kienle sowie dem Vorjahressieger Nils Daimer, hatte sich der junge Lorsbacher einen Platz unter den ersten Fünf vorgenommen.
 
Beim Schwimmen im klaren Alpsee erwischte er dann auch einen guten Start und hatte sich die Füße von Faris Al-Sultan zur Orientierung ausgesucht. An der ersten Boje konnte der Sportstudent dadurch in der Führungsspitze wenden, musste aber vor dem Landgang die Spitzengruppe ziehen lassen. Jetzt machte er sich gemeinsam mit Weltmeister Sebastian Kienle auf die Verfolgung und stieg mit etwa einer Minute Rückstand aus dem Wasser. Nach einem schnellen Wechsel stieg Overdick als Achter auf das Rad.
 
Den ersten knackigen Anstieg in den Allgäuer Bergen fuhr er noch etwas verhalten hoch, doch als die Triathlon Legende Thomas Hellriegel an ihm vorbeizog, merkte er, dass er mehr Tempo machen müsste, um das sich selbst gesteckte Ziel zu erreichen. Deshalb setzte der für die TUS Griesheim in der Bundesliga startende Triathlet am nächsten fünf Kilometer langen Anstieg alles auf eine Karte, fuhr den Berg nahezu am Anschlag herauf, konnte beinahe alle Konkurrenten hinter sich lassen und hatte schon bald Blickkontakt zu Al-Sultan, dem Drittplatzierten. „Von da an brauchte ich mir um meine Motivation keine Gedanken mehr zu machen, ich versuchte das Tempo weiter zu halten und konnte mich so kurz vorm höchsten Punkt von Al-Sultan lösen und kurzzeitig zum Zweitplatzierten aufschließen. Dadurch hatte ich bei Kilometer 17 gerade mal zwei Minuten Rückstand auf Kienle“, schwärmt Overdick von den Eindrücken auf der hügeligen Radstrecke.
Bergab ließ er es etwas vorsichtiger angehen, wodurch er als Drittplatzierter auf die Laufstrecke ging.

Jetzt begannen die Schmerzen: „Relativ schnell wurde mir klar, dass das Rad fahren wohl einen Tick zu hart gewesen war. Quasi vom ersten Meter an hatte ich mit allen möglichen Problemen zu kämpfen, wodurch ich den dritten Platz nach Kilometer fünf wieder abgeben musste.“
Da nach vorne nichts mehr ging und Faris Al-Sultan, der bei diesem Rennen seine erfolgreiche Triathlonkarriere beendete, von hinten nicht mehr aufschließen konnte, lief der Zwei-Meter-Athlet den vierten Platz ungefährdet ins Ziel. Zufrieden zieht Overdick Bilanz: „Auch wenn ich das Ziel Top-Fünf erreicht hatte, überwog zuerst einmal die Enttäuschung, den dritten Platz verloren zu haben. Jedoch stimmt mich das Rennen sehr positiv auf die beiden letzten Wettkämpfe, das Finale der 2. Triathlon-Bundesliga in Baunatal und meine erste Mitteldistanz bei der Challenge Almere-Amsterdam Mitte September.“
Marius Overdick absolvierte den anspruchsvollen Allgäu Triathlon mit vielen Höhenmetern über die olympische Distanz in einer Gesamtzeit von zwei Stunden und 14 Minuten (Schwimmen 1,5 km - 00:19:59, Rad 42,5 km - 1:12:12, Laufen 10,5 km - 00:39:46).






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