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Ride the Dolomites

Die Lorsbacher BikeFreunde im schönsten Gebirge der Welt

Auf der Suche nach neuen Herausforderungen und reizvollen Landschaften hat es uns wieder in die Welt der hohen Berge gezogen. Wolkenstein im Grödner Tal, mitten in den Dolomiten, dieser fantastischen Gebirgslandschaft, die von der UNESCO nicht ohne Grund 2009 zum Weltnaturerbe erklärt wurde, war unser Ziel. Offensichtlich war uns Petrus auch wohlgesonnen, denn in der Woche Anfang August waren wir, zunächst bei der Anreise mit Regen begrüßt, in der Folge mit bestem Bikerwetter gesegnet.

Ausgehend von unserem Basecamp/Bikehotel in Wolkenstein wurden an jedem Tag Touren gestartet. Sehr schnell wurde allen klar, dass wir es hier mit deutlich steileren und langen Anstiegen zu tun hatten. Anstrengend aber wunderbar. Immer wieder belohnt durch Panoramen wie aus Hochglanzbroschüren, gefordert durch schottrige Wege oder kniffelige Singletrails, gestärkt durch eine Hüttenjause und erfrischt von einer langen Abfahrt, fanden wir jeden Tag erschöpft aber glücklich zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Herauszuheben sind dabei zweierlei, zum einen die Tour "Unter den Geislern", die uns mit dem Aufstieg auf den Raschötz alles abverlangt hat und zum anderen die Umrundung des Sella-Massivs, die Sellaronda, eigentlich ein Skiklassiker, die mit tollen Trails und herrlichen Aussichten, 3400 Höhenmeter hoch, 4200 hm runter und 57 Kilometer Strecke, war ein Erlebnis der besonderen Art ! Zugegeben, ein paar Höhenmeter haben wir uns mit den Seilbahnen befördern lassen.

Für Kenner hier noch ein paar Stichworte zu unseren Ausritten: Grödner Joch, Steinerne Stadt, Seiser Alm, Geisler Spitzen, Langkofel, Sella Stock, Pralongia, Porta Vescovo, Pordoi Joch, Piz Boe, Plattkofel, St. Ulrich, Sella Joch, St. Christina, Langental, St. Jakob, Araba, Fanes, St. Kassian, Corvara, Marmolada, Cananzei und und und ...

Nach einem langen Bikertag verlangte der Bauch am Abend nach deftigen, kräftigen Südtiroler Spezialitäten und einem leckerem Rotwein aus der Region. Bei wunderbarem Wetter war es zu unserer großen Freude sogar möglich, umgeben von der in abendliches Licht getauchten Bergkulisse, im Freien zu sitzen.
In gemütlicher Runde ließen wir dann den Tag ausklingen, das Erlebte wurde besprochen, Erfahrungen ausgetauscht und eifrig Pläne für den nächsten Tag geschmiedet.

Unser Biketrip nach Südtirol endete wie es begann. Nach unserer letzten Tour begann es wieder zu regnen ...

Die Krönung der Altkönigin

Saisonabschluss der Lorsbacher BikeFreunde
 
Für unsere Moutainbike-Abschlusstour, wie immer traditionell am 3. Oktober, war die Planung zunächst eine andere. Aber manchmal kommt es 1. anders, als man 2. denkt. Und so kam, ganz unverhofft, der schönste Berg im Hochtaunus wieder mal in den Fokus: der Altkönig.
Dieses Ziel hatte diesmal auch für eine BikeFreundin den ganz besonderen Reiz einer Erstbefahrung.
Wir starteten auf einem flotten Weg nach Eppstein, um dort Richtung Rossert weiterzufahren. Die Markierungen der ersten Wegstrecke führten uns am Taunus-Schinderhannes-Steig entlang. Der führte uns, brutal ansteigend, hinauf nach Eppenhain. Unterwegs fingen unsere groben Reifenstollen, zu unserem Entsetzen, noch die eine oder andere übel stinkende Hundemine ein.
Auf dem Atzelberg war nun der Einstieg zu einem traumhaften Trail hinunter ins Silberbachtal. Nach nicht ganz reibungsloser Abfahrt zeigte uns ein Wiesenweg die Spur nach Schloßborn. Hier einmal quer durch, ging es weiter in Richtung Glashütten, Limes und Glaskopf, um dann in den Weg Richtung Fuchstanz einzuschwenken.
Jetzt waren die bisher gemachten Höhenmeter bereits deutlich zu spüren, weshalb es auch sehr willkommen, dass nach einer kurzen aber knackigen Abfahrt, der Fuchstanz als Zwischenziel erreicht wurde. Kaffee und Kuchen füllten unsere leeren Speicher auf und nach kurzer Erholung ging es weiter.
 
Über die Nordostflanke sollte der Altkönig bezwungen werden. Dies ist mit Sicherheit die schönste Auffahrt zum Gipfel. Über groben Schotter, Wurzel, Absätze und immer größer werdenden Steine, die noch von der alten Keltenburg übrig geblieben waren, hoppelten wir hinauf. Dieser letzte Teil des Berges hat es wirklich in sich. Er fordert sowohl eine solide Fahrtechnik, als auch beharrliches und kräftiges Pedalieren, um alle Hinternisse zu überwinden.
Endlich waren alle Biker im Gipfelglück!
Und an dieser Stelle sei noch einmal die Erstbefahrung erwähnt. Unsere Barbara freute sich wie eine Königin. Endlich war sie dabei und mittendrin, nachdem sie an vorherigen Touren zum dritthöchsten Berg des Taunus nicht teilnehmen konnte.
Nach kurzem Verweilen war downhill angesagt. Zunächst wieder auf garstigen Pfaden über dicke Steine, zwischen Fichten und Tannen. Dann weiter auf einem zauberhaften Trail, der uns am Südhang in Richtung Falkenstein beförderte.
Hier stand noch ein Abzweig zum Dettweiler Tempel in der Nähe der dortigen Burg auf dem Programm, wo won wier eine herrliche Aussicht ins Rhein-Main-Gebiet genossen. Dann gings weiter hinunter nach Königstein, auf unbekannten (???) Trails, die dazu noch immer steiler wurden.
Nach kurzer Ortsdurchquerung fuhren wir durch das Woogtal (?) hinab und hatten so, innerhalb kurzer Zeit einige Höhenmeter vernichtet. Runter gehts immer schnell ...
Stallgeruch lag jetzt in der Luft. Es war auch so langsam Zeit, den Rückweg nach Lorsbach aufzunehmen. Mit lockerem Tritt und guten Mutes fuhren wir an der Kuchentheke vom Gimbacher Hof vorbei und zogen über die Gundelhard hin zur ultimativ letzten Abfahrt.
Kleinere Plessuren waren zwar auch im Gepäck, jedoch überwog das schöne und befriedigende Gefühl einer wunderbaren Tagestour. Und die Sommer-Saison hatte einen würdigen Abschluß gefunden, den wir bei der Oktobergaudi der Lorsbacher Fußballer ausklingen ließen.

Rolling Stones

Die Lorsbacher BikeFreunde auf Tour durch den Bregenzerwald

Der sportliche Höhepunkt in 2013 war unser Ausflug in die Alpen. Anfang September fuhren wir (Manfred, Markus, Günter, Dieter und Reiner) in den Bregenzerwald, mit seinen schon durchaus stattlichen Bergen und den saftig grünen Almen und Talwiesen. Das Gasthaus "Gämsle" in Schoppernau, ein wunderschönes Haus in leicht angewittertem Holz, bäuerlich gemütlichen Zimmern und der holden Wirtin Isabella, war unser Basecamp.
Bei wunderbarem Bergwetter und angenehmen Temperaturen konnten wir von dort aus drei Tage lang anspruchsvolle Touren in die tolle Bergwelt mit sagenhaften Ausblicken unternehmen.

Zum Auftakt stand (nach erfolgreicher Befreiung der Bikes mit Hilfe einer Eisensäge) die Tour Rund um die Mittagsfluh auf dem Programm. Es mussten etwa 40 km und 1000 Höhenmeter bewältigt werden, lediglich unterbrochen durch eine bemerkenswerte Mittagspause auf der Alpe Stoggertenn, bei der uns die Rechenkünste einer kleinen Almbäuerin sehr herausforderten.
Rund um die Kanisfluh hieß es dann am zweiten Tag. 45 km und etwa 1300 Höhenmeter bedeuteten schon eine Steigerung zum ersten Tag. An diesem Tag durften wir auch erleben, dass E-Bike-Mountainbiker zwar durchaus schneller den Berg hinaufkommen, aber bei den Abfahrten doch so ihre Schwierigkeiten haben. Auch das Erleben von solidarischem Verhalten, zwischen Alt- und Jungstier, war eine beeindruckende Erfahrung am Wegesrand.
Die Königstour am letzten Tag erforderte dann unsere ganze, im heimischen Taunus gewonnene Kondition und Fahrtechnik. Die Damülser Runde war mit etwa 50 km und 1500 Höhenmetern der Knaller, wobei wir zu Beginn auf Schotterwegen mit ordentlichen Steigungen zu kämpfen hatten. Die ersten Verschleißerscheinungen kamen außerdem hinzu. Es wurde jedoch alles erfolgreich gemeistert und auch der Spaß kam nicht zu kurz.

Alles in allem waren wir sehr gut vorbereitet, sowohl sportlich, als auch zwischenmenschlich und konnten mit jeder Situation gut umgehen. Auch die abendliche Kräftigung mit alpenländischen Speisen und Spezialitäten sowie der Genuss von Wein und (alkoholfreiem) Weißbier hat mit Sicherheit zum guten Gelingen beigetragen.

Bei so vielem positivem Erleben ist die nächste große Fahrt schon in der Planung...





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